Inas Leben in ständiger Sorge: Wie velibra zu ihrem Anker wurde
Zusammenfassung

Eigentlich habe ich Angst vor allem.

Ina Osmers ist 59 Jahre alt und lebt gemeinsam mit ihrem Mann in Niedersachen. Sie genießt es, in der Natur zu sein, zu lesen, Fahrrad zu fahren und zu reisen. Und doch hat sie das Gefühl, dass etwas in ihr ständig auf Alarm steht. Schon lange begleitet sie eine innere Anspannung, aus der erst viel später eine Diagnose wurde. Was Ina im Umgang mit ihrer generalisierten Angststörung heute am besten hilft, berichtete sie uns in einem Interview.

Als Sorgen zu ständigen Begleitern wurden

Ina erinnert sich noch gut an die Anfänge ihrer Angst. Sie erzählt, dass sie als Kind häufig krank gewesen ist und daher in einem sehr behüteten Umfeld aufwuchs. Diese frühe Erfahrung von Krankheit und Kontrollverlust legte vermutlich den Grundstein für spätere Sorgen. Aus anfänglicher Krankheitsangst, verstärkt durch Medienberichte und Verlusterfahrungen in ihrem Umfeld, entwickelte sich Inas generalisierte Angststörung. Heute fürchtet sie den Schwund ihrer eigenen Gesundheit, die ihres Mannes, den Verlust von Beziehungen und das Urteil anderer. Jede kleine körperliche Veränderung kann in Ina eine Kette von Ängsten auslösen. Grübelspiralen über Krankheiten, Alltagsbewältigung und Schuldgefühle gegenüber verstorbenen Angehörigen überlagern ihre Gedanken.

Es wurde immer schlimmer, sodass ich dann irgendwann Angst vor allem hatte. Angst, dass meinem Mann etwas passiert, dass ich verlassen werde, dass die Leute mich nicht mögen.

Inas Angststörung kommt in Episoden. Einen klaren Auslöser gibt es oft nicht. Häufig genügt es, dass sie einen bestimmten Beitrag liest, der ihre Angstgedanken befeuert. Rational weiß Ina, dass sich diese Angst auch wieder legen wird – währenddessen tut sie sich allerdings schwer zu essen und zu schlafen. Körperlich äußern sich ihre übermäßigen Sorgen durch Herzrasen, Übelkeit und einem trockenen Mund. Wenn die Angstepisoden stark ausgeprägt sind, überkommen Ina auch Panikattacken, die allerdings nach fünf bis zehn Minuten wieder abflachen.

Insbesondere nachts bringen ihre Ängste Ina um den Schlaf:

Nachts fühlt es sich an, als würde man mir mit einem Messer in den Bauch stechen. Wenn die Ängste so schlimm sind, weiß ich, dass ich die nächsten 8 Wochen keine Freude haben werde.

Inas Alltag zwischen Reizüberflutung und Rückzug

In ihrem Alltag meidet Ina große Menschenmengen und die daraus entstehende Reizüberflutung. Sie nimmt Stimmungen anderer besonders stark wahr und fühlt sich schnell verunsichert, was ihr sehr viel Energie kostet. Gerade wenn ihre Ängste präsent sind, ist Ina einfach froh, den Tag zu überstehen. In diesen Phasen schafft sie gerade so ihren Alltag, bevor die Erschöpfung Überhand nimmt. Ina schützt sich selbst und ist gezwungen, mit ihrer Energie zu haushalten.

Nicht immer reagierte ihr Umfeld verständnisvoll auf Inas Rückzugbedürfnis. Bekannte taten sich schwer, sie nachzuvollziehen und warfen ihr vor, sie solle sich nicht so anstellen, ihr ginge es doch gut. Mittlerweile umgibt sich Ina nur noch mit Menschen, bei denen sie so sein kann, wie sie ist. Sie hat gelernt, offen über ihre Gefühle und Bedürfnisse zu sprechen und rechtzeitig Grenzen zu setzen, wenn ihr etwas zu viel wird. Nur, weil ihr Erkrankung nicht nach außen sichtbar ist, heißt das nicht, dass sie keinen Leidensdruck verspürt.

So wie man sich das Bein brechen kann, ist manchmal auch die Seele gebrochen und dafür sollte jeder Verständnis haben.

velibra als wichtiger Begleiter in Inas Alltag

Nach langer Suche nach einem Therapieplatz wurde Ina endlich fündig. Die Therapie half ihr, besser mit plötzlichen Panikattacken und den einnehmenden Grübelschleifen umzugehen. Ina äußerte den Wunsch nach einem „Handwerkszeug“ – etwas, das im Alltag greifbar bleibt, auch zwischen den Therapiesitzungen. Ihre Therapeutin empfahl ihr velibra, eine digitale Therapie zur Behandlung von Angststörungen. Ina stellt den Antrag für die Online-Therapie und erhielt zügig den Aktivierungscode von ihrer Krankenkasse.

Mit der Zeit entwickelte sich velibra zu einem festen, wenn auch flexibel genutzten Bestandteil ihres Alltags. Vor allem abends, wenn Ina Ruhe fand, zog sie sich zurück, um die Inhalte der Online-Therapie durchzugehen. Sie hörte Entspannungsübungen, durchlief virtuelle Gespräche oder blätterte durch ihre ausgedruckten Inhalte. Besonders hilfreich empfand sie die klaren, leicht verständlichen Erklärungen zu Angst, Symptomen und Auslösern im Rahmen einer Einführung in das Programm.

Ina über die Nutzung von velibra:

Ich habe schon viele Bücher über Ängste gelesen, aber ich fand es noch nie so klar und deutlich beschrieben wie in velibra.

Auch die Möglichkeit, in velibra Übungen erneut aufzurufen, gab ihr Sicherheit. Immer wieder half ihr velibra dabei, eine neue Perspektive zu gewinnen, sich zu beruhigen und einen realistischeren Blick auf angstauslösende Situationen zu bekommen. So wurde velibra für sie zu einem Anker – etwas, das sie jederzeit zur Hand hatte, egal ob zu Hause oder unterwegs.

Hilfe zu suchen ist ein Zeichen von Stärke

Rückblickend rät Ina anderen Betroffenen vor allem eines: frühzeitig Hilfe zu suchen. Für sie selbst war es entscheidend, sich nicht zu schämen, offen über ihre Ängste zu sprechen und professionelle Unterstützung anzunehmen. Gerade weil Therapieplätze oft rar sind, sieht sie in velibra eine wertvolle Möglichkeit, die Wartezeit nicht tatenlos verstreichen zu lassen. velibra bietet aus ihrer Sicht einen nachvollziehbaren, vertrauenswürdigen Einstieg in die Angstbehandlung – ohne falsche Versprechen, dafür mit fundiertem Wissen und konkreten Übungen.

Für sie selbst jedenfalls ist klar: velibra hat ihre Therapie sinnvoll ergänzt, ihr im Alltag Struktur und Orientierung gegeben und ihr geholfen, mit schwierigen Momenten besser umzugehen.

“Ich würde velibra jedem empfehlen, ohne Wenn und Aber.”